Übersichtskarte

Meredith Music Festival

Dienstag, 13.12.2011

Vom 09.12.11 bis zum 11.12.11 war ich, bei bestem Wetter, auf dem Musik Festival bei Meredith. Um genau zu sein am Meredith Supernatural Amphiteatre. Und wer jetzt denkt ich wäre nur auf der faulen Haut gelegen der täuscht sich da ordentlich denn ich war nicht als Besucher sondern als Arbeiter dort. Über die drei Tage hat unser Team 380kg Calamari und 360kg Pommes an den Mann gebracht.

Schon am Freitag ging es gleich nachdem wir unser Zelt aufgeschlagen hatten an die Arbeit. Hier mein kleines Ein-Mann-Zelt.

Meredith Music Festival

Am Samstag und Sonntag ging es nach sehr kurzen Schlafpausen wieder an die Arbeit. In meinen kurzen Pausen habe ich mich natürlich von der Musik unterhalten lassen. Außerdem habe ich mir natürlich ein Festival T-Shirt zugelegt.

Meredith Music Festival

Der Nude-Run am Sonntag war der krönende Abschluss des Festivals. Nackte Haut macht anscheinend hungrig. Denn sobald der Run vorbei war ging der Run auf unsere Calamari los.

Nach drei Tagen Arbeit, kaum Schlaf und sehr dürftiger Körperpfle, wie auf Festivals ja typisch, habe ich mich einfach nur noch auf meine Dusche und mein Bett gefreut.

Mein erstes Festival und dann gleich ein so großer Erfolg. Eine weitere sehr schöne Erfahrung.

Great Ocean Road

Samstag, 26.11.2011

Am Freitag den 25.11.11 ging es auf große Tour. Der angeorndete Urlaubstag vom Chef wurde dazu genutzt die Great Ocean Road, bzw. einen großen Teil davon, abzufahren.

Johannes, ein Freund aus Neumarkt, und ich machten uns mit dem Mietauto auf den Weg nach Port Campbell. Dort angekommen und anfänglichen schwirigkeiten essen zu beschaffen ließen wir es uns bei Eggs und Bacon richtig gut gehn.

Frisch gestärkt und von der freundlichen Dame in der Touristeninformation mit jeder menge Informationen, Karten und Broschüren versorgt ging es los. Der erste Halt lies auch nicht lange auf sichwarten. Loch Ard Gorge sollte es sein. Kaum aus dem Auto ausgestiegen und die ersten Schritte gemacht eröffnete sich ein fantastischer Blick auf den Pazifischen Ozean und die wunderbare Sandsteinküste.

Loch Ard Gorge Loch Ard Gorge Loch Ard Gorge

Der nächste Stopp war auch schnell erreicht. Die Twelve Apostles galt es zu bestaunen. Das Highlight der Great Ocean Road entpuppte sich nicht als solches. Johannes und ich waren uns einig das uns der vorhergegangene Küstenabschnitt mehr beeindruckt hatte. Nichts desto trotz mussten natürlich ein paar Fotos her.

Twelve Apostles Twelve Apostles Twelve Apostles

Anschließend ging es ein wenig weiter weg von der Küste und wir durchquerten einen Teil des Great Otway National Parks. Ein Dschungel mit Pflanzen die mehrere Jahrhunderte alt waren. Es fehlte eigentlich nur noch Tarzan der sich an einer Liane über die Straße schwang.

Der Abstecher an's Cape Otway stellte sich als Flop heraus. Für ein bisschen auf den Leuchturm steigen waren wir nicht bereit $17,50 auszugeben. Und so blieb es dabei das wir langsam die Straße entlang fuhren um ein paar Koalas zu erblicken. Zu Beginn dachten wir uns die Dame in der Touristeninformation hätte uns schön verarscht. Denn diese behauptete es seien Koalas "all along the road" zu erblicken. Doch nach einer Weile schärfte sich unser Blick für die Koalas und man entdeckte relativ viele. Das wir die einmalige gelegenheit hatten einen wilden Koala sogar anzufassen war natürlich eine mehr als gute Entschädigung für die Entäuschung am Cape Otway.

Koala Koala Koala Koala und ich

Mit einem Kurzen Zwischenstop in Apollo Bay und am Cape Patton Lookout ging es dann nach Lorne. Dort noch im "the bottle of milk" einen sehr guten Burger verspeist ging es auch schon wieder zurück auf die Farm.

Apollo Bay Apollo Bay Cape Patton Lookout

Ein ganz normaler Tag auf der Schaffarm

Samstag, 19.11.2011

Wie sieht jetzt aber so ein ganz normaler Tag im Leben von mir auf der Schaffarm aus?

Normalerweise starten wir mit der Arbeit um 8 Uhr morgens. Damit ich fertig werde stehe ich um halb acht auf, meistens früher weil ich vor dem Wecker wach werde, ziehe mich an, nehme in der Küche mein Frühstück zu mir und mach mich dann im Bad fertig. Wenn ich dann fertig bin, meine Sonnencreme auftrage und die zwei Liter Flasche mit Wasser und Sirup fülle, steht dann irgendwann Josh, mein Gastgeber, auf. Nicht das man ihn hören würde, nein, man riecht es wenn er seine Zigarette anzündet. Er kann mir erzählen was er möchte aber er wird mich definitiv vermissen. Zumindest als persönlichen Weck-Dienst. Dreimal ist er diese Woche zu spät gekommen. Das liegt aber nicht daran das ich ihn zu spät wecke wenn er mal wieder seinen Wecker überhört. Er steht normalerweise zehn Minuten vor 8 Uhr auf und macht sich fertig. Wenn er bis fünf Minuten vor 8 noch nicht aus seinem Schlafzimmer getorkelt ist wecke ich ihn auf. Nur leider braucht Josh immer ein wenig um in Schwung zu kommen. Eigentlich braucht er dazu den ganzen Tag bis es Abends dann ans weg gehen geht.

Nur wie sieht so ein Morgen in Josh´s Leben aus? Er steht auf. Zündet sich erst mal eine Zigarette an und torkelt dann mit halb geschlossenen Augen durch das ganze Haus und sucht sich Kleidung zusammen. Dann geht es an den Kühlschrank und dann wird erst mal ein Schluck von der nächst besten Limonade genommen und dann geht es aus dem Haus. Bevor jedoch ins Auto gestiegen wird das ich netterweise bis vor die Haustüre fahre wird sich erst noch im Vorgarten erleichtert. Man muss Wasser sparen! Wenn mir das ganze zu lange dauert fahr ich schon mal los um pünktlich zu sein und er kommt dann irgendwann mit dem Quad nach.

Wenn dann Alle eingetroffen sind folgt die morgendliche Besprechung. Meistens verstehe ich nicht was David, meinem Chef, von den Anderen will aber zumindest verstehe ich was er von mir möchte. Das ganze dauert je nach Arbeitssituation 10 Minuten bis eine halbe Stunde. Nach einer weiteren Zigarette geht es dann an die wirkliche Arbeit. Je nachdem was eben zu tun ist. Weil ich genau weiß das ich bei der Arbeit viel trinke habe ich immer zwei Liter Getränk dabei. Josh nicht. Das würde ja in der Früh zu lange dauern. Da wird sich dann lieber an meiner Flasche bedient. Wie ich es hasse. Wenn die Flasche dann leer im Auto liegt und ich gerade einen Schluck nehmen möchte höre ich nur ein: „Sorry, I was thirsty.“. Das hilft mir nur leider auch nicht weiter. Also heißt es dursten bis zur Mittagspause.

Mittagspause – ein ganz tolles Thema. In der Regel betrete ich das Haus zuerst. Josh macht ist eben einfach kleiner und macht kleinere Schritte um nicht zu sagen das er träge wäre. Doch komischerweise ist er immer der erste am Kühlschrank. Wenn dort nichts zu finden ist, was in der Regel der Fall ist wird ein Blick in den Vorratsschrank geworfen. Entweder man findet dort was oder der Blick wandert weiter ins Gefrierfach. Derweil bin ich schon längst dabei meine Nudeln aus der Tüte zuzubereiten. Während also die Tiefkühlpommes im kalten Öl darauf warten das die Fritteuse eidlich heiß wird kochen meine Nudeln schon längst. Dann verziehen wir uns beide ins Wohnzimmer und schauen irgendeinen Film zum inzwischen zehnten Mal an. Fernsehen haben wir ja immer noch nicht. Die Zeit bis das Essen fertig ist wird bei Josh mit Chips essen überbrückt während ich herzlich in meinen Apfel beiße. Nachdem dann gegessen wurde zündet er sich eine Zigarette an oder auch zwei oder drei. Ich steh dann auf und bring das Geschirr in die Küche, besuche das stille Örtchen und fülle mein Flasche auf. Josh hat sich inzwischen aus seinem Powerade-Pulfer irgendwas getränkähnliches zusammengemischt. Bevor es dann wieder an die Arbeit geht nimmt Josh nochmal einen Schluck von einer beliebigen Limo. Es dauert nicht lange bis Josh mein Getränk wieder für sich entdeckt. Nämlich jedes Mal wenn er sich eine Zigarette anzündet. Also oft. Der Rest den er mir dann gnädigerweise übrig lässt schütte ich lieber weg. Keiner hat Lust eine Mischung aus Wasser, Sipup, Speichel und Zigarettentabak zu trinken. Inzwischen fange ich ja schon an zwei Flaschen mit zu nehmen. Dann hab ich wenigstens meine Eigene. Unglaublich. Nun, wenn dann also endlich 5 Uhr Abends ist trotte ich ins Haus und mach mir erst mal was zu Essen. Josh verschwindet dann immer ganz schnell und kommt entweder gar nicht, sehr spät oder zu seiner Essenszeit zurück. Wenn dann um 8 Uhr Abends Nicole oder Josh so etwas wie Essen zubereitet haben. Also von Fett triefendes Fleisch, Kroketten aus der Fritteuse und, der Gesundheit wegen, im Wasser tot gekochtes, Gemüse aus dem Tiefkühlfach.

Nach dem Essen geht es dann nochmal weg. Keine Ahnung wo hin. Geredet wird nicht sehr viel. Eine Ausnahme gibt es natürlich. Wenn Nicole und Josh mal wieder streiten. Dann sprudelt es nur so! Ich bin dann nach dem Zähneputzen schon in meinem Zimmer verschwunden und lese noch ein wenig bevor es dann für mich um 9 Uhr ins Bett geht.

So sieht also ein ganz normaler Tag im Leben eines Alex auf der Schaffarm aus.

Lorne - eine Reise durch den Dschungel bis an den Ozean

Sonntag, 13.11.2011

Am Samstag den 12.11.11 ging es dann nach Lorne. Schon der Weg dorthin gefiel mir sehr durch die wundervolle Landschaft. Zuerst unendliche Weiten von Weideland und dann der tiefste Dschungel mit uralten Pflanzen wie riesige Farne. Auf den „slow vehicels“ Ausweichspuren konnte ich auch das ein oder andere mal Anhalten um ein paar Fotos zu machen.

Dschungel Dschungel II Dschungel III Dschungel IV

Als ich dann kurz vor Lorne schon das erste Mal den Ozean erblickte war ich beeindruckt von der Schönheit und dem Ausblick.

In Lorne angekommen machte ich mich erst mal auf den Weg ins Besucherzentrum. (Wirklich jedes Kaff hier hat ein Besucherzentrum, sollten wir in Postbauer-Heng auch mal einführen)Vorher mussten aber noch unbedingt die Arbeitsstiefel aus und die Flip Flop´s angezogen werden. Lorne ist ein kleines Küstenörtchen. Die Geschäfte nicht weiter interessant aber die umliegende Natur umso interessanter. Da ich aber zu faul war jetzt großartig Wandern zu gehen ging ich ein wenig durch´s Zentrum von Lorne und natürlich auch am Strand entlang. Das Wasser war saukalt. Nichts desto trotz stürzte ich mich in die Fluten. Naja, bis zu den Knien. Dann wurde meine Short nass und ich entschied mich wieder aus dem Wasser zu gehen. Die Australier selbst lagen auch nur am Strand. Lediglich ein paar Surfer in Neoprenanzügen ritten auf den, wirklich sehr kleinen, Wellen und ein paar wenige Kinder plantschten im Wasser.

Lorne I Lorne II Lorne III Lorne IV Lorne V Lorne VI

Bevor es dann am Abend nach Hause ging besuchte ich noch eine Buchhandlung. Die Dame die mich bediente war fürchterlich nett und half mir sehr dabei leichte englische Literatur raus zu suchen. Es ist zwar nicht ganz so einfach aber ich entschied mich dann für einen Band mit Kurzgeschichten. Ich bin wirklich gespannt ob es mir gefällt.

Erster Eintrag

Samstag, 05.11.2011

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.